1248

Berthold von Netze (Nechse) ist als Zeuge urkundlich nachweisbar. (Die Nesse, Nechse oder Netze ist der ursprüngliche Name unseres Istruper Baches, der auch Hainbach heißt. An der Gemarkungsgrenze nach Blomberg hat früher ein "festes Haus" gestanden, dessen Besitzer die "von Nesse" waren.)

1299

In Blomberg wird der Verkauf eines Hofes in Bega von Ritter "Konrad von Billerbeck" an die Brüder Burchard und Florin Wirbenne (Wierborn?) besiegelt. Einer der unterzeichnenden Konsuln zu Blomberg war "Otto de Isinctorpe".

1356

Wir finden eine "Kurie Netze" (Meierhof bei der Brugge-Nesse) im Kirchspiel Relinkerken (Reelkirchen) als Paderbornsches Lehen.

1361 Der Zehnte über den Nesserhagen ist genannt.
um 1361

"Ysinctorp" wird u. a. als "im Amte Blomberg liegend" aufgeführt. (In Lipp. Regesten 3. Bd. Nr. 1537)

1376 Der "Richenberg" findet Erwähnung in einer Urkunde des Grafen Heinrich V. von Sternberg.
1380

In einer landesherrlichen Rechnung wird von den "vanghenen uppe Nete" (den Gefangenen in Nesse) geschrieben.

1386 Der Hof zu Richenberg ist mit einer Kornernte Anlass zum schriftlichen Vertrag.
1391

Der Brief über den von Paderborn lehnrührigen Zehnten zu "Issentorp" wird von dem Knappen Bernd von Holthus an die Gebrüder von Vresmerssen verkauft.

8.5.1411

Der Landesherr belehnt Heinrich von Beghe (Bega) mit einem Hof und mit einem Kotten zu Ysentorp im Kirchspiel Reylekerken (Reelkirchen). Auf dem gleichen Lehnstag zu Blomberg bekommt der Blomberger Godeking einen Hof zu Ysentorp, das dazugehörige Land zum Spork (nicht einwandfrei deutbare Flurbezeichnung) und 3 Echtwort (Anteile der Waldnutzung) "in dem Horn" (Hurn).

1443 Das Zehntrecht über einige Bürger wird dem Kloster Blomberg überlassen.
1448 Der Landesherr verpfändet Istruper Höfe an Johann Molenbeck.
1457 Die Grafen von Pyrmont belehnen die "von Hensentorpe" mit dem Zehnten und dem Gut Rychenberg.
1459 Die Burg Nesse gehört den lippischen Grafen.
1467 Im Landesschatzregister sind acht steuerzahlende Istruper Höfe verzeichnet.
1471 Bernhard zur Lippe belehnt den Gerke Werpup mit Kerkhoves Hof und Zubehör zu Isentorp und mit Land zum Spork.
1487 Der Knappe Simon von der Lippe bekommt den Meierhof zu Isentorp von Bernhard zur Lippe zu Lehen.
1497 Simon von der Lippe verkauft einen Hof zu Isentorp (früher Lehn der von Bega) an seinen Bruder.
1502 Ein "Schling" oder "Schlag" "uppen voirde to Nessen (Fahrweg nach Nesse) wird erwähnt (Schlagbaum).
1518 Der Landbesitz des Gutes Rychenberg von den "von Hensentorps" wechselt an die "von Kerßenbrocks" über.
1530 Simon Edelherr zur Lippe verkauft um 480 Gulden 21 1/2 Molt Kornrenten (Zahlung in Form von Getreide) u. a. zu Wellentrup, Isentrup ...
1533 Paderborn belehnt den Erasmus von der Lippe mit dem Zehnten zu Issentorp.
1569 Entscheid zwischen Kleinsorgen zu Blomberg und ihrem Bastardbruder dem Strohmeyer zu Isentorp wegen der Ländereien am Faulensiek vor dem "Horne" (!).
1643 Istrup hat 34 Kolonate (drei Vollspänner, vier Halbspänner, sechs Groß- und 21 Kleinkötter).
1643 Hans Christian von Donop verpfändet seine "Pächte" bey Mischer zu Istrup um 200 Gulden. Seine Pacht betrug jährlich sieben Sch. Korn und 16 Sch. Habern.
1645 Erste Erwähnung eines Schulmeisters in Istrup.
1648 Istrup hat 136 Einwohner.
1660 Joh. Neuhauß verkauft seine "Pächte" bey Arends zu Istrup an Graf Casimir.
1685 In Istrup ist eine Schmiede "angelegt" worden.
1716 Philipp von Donop erbaut auf Nassengrund einen Herrensitz, nachdem er seinen Hof in der Stadt Blomberg veräußert hat.
1759 Die Istruper, die ostwärts des "Grundgartens" wohnten, bezahlten noch ihren Zehnten an den Meierhof "Brugge Nesse".
1776 Istrup hat 305 Einwohner.
1779 in Istrup werden 45 Kolonate gezählt.
1784 Nassengrund geht in den Besitz der Capaunschen Erben über.
1791 Amalie Capaun heiratet den Oberförster Joh. Chr. Paulsen aus Schieder.

 

 

Quelle: Ysinctorp 1361 - Istrup 1961 / Entwicklung und Gegenwartsbild des Dorfes / Festschrift zum 600-jährigen Dorfjubiläum / Verfasser: Hubertus Brennig
 
Herr Brennig (im Jahr 2008 wohnhaft in Blomberg-Herrentrup) erlaubte mir telefonisch die Verwendung seiner Schrift.
 

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